Berlin

Corona-Spürhunde: „Das Projekt hätte wirklich viel verändern können“

Während der Corona-Pandemie wurden Spürhunde ausgebildet, die das Virus erschnüffeln konnten. Eingesetzt wurden sie aber nicht in Deutschland, sondern in Ruanda.

8 Min
Rauhaardackel Henri lebt bei seinem Besitzer Stefan Diepenbrock in Berlin und nahm während der Corona-Pandemie an einem Geruchstraining für Hunde teil.

Rauhaardackel Henri lebt bei seinem Besitzer Stefan Diepenbrock in Berlin und nahm während der Corona-Pandemie an einem Geruchstraining für Hunde teil.

© Anikka Bauer

Umringt von Kameras und Scheinwerfern, steht Henri vor einer großen silbernen Maschine. In den vorherigen Testdurchläufen hat er sich gut angestellt, seine Nase auf Kurs gebracht. Nun muss er beweisen, was in ihm steckt. Seine bernsteinfarbenen Knopfaugen, das wuschelige Fell und die kurzen Beine sehen niedlich aus. Aber Henri ist kein gewöhnlicher Dackel. Er ist Teil einer Studie, die die Corona-Pandemie in den Augen der Studienleiter maßgeblich hätte beeinflussen können.

Das silberne Gerät gibt ein Geräusch von sich. Ein Klicken ist zu hören. Henri steckt seine Schnauze in eine der Öffnungen, die an der Oberseite in das Metallgehäuse eingelassen sind. Nach und nach geht er die Öffnungen durch, verharrt, setzt sich hin. Ein erneutes Klicken ist zu hören, aus einer Öffnung purzelt ein Leckerli. Henri hat das Corona-Virus erschnüffelt. Die Aufnahmen sind nun fast vier Jahre alt. Sein Besitzer, Stefan Diepenbrock, wirkt stolz, als er sich das Video ansieht.

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