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CSD-Anschlag in Berlin: Islamverbände verurteilen Gewalttat und mahnen zur Besonnenheit

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Berliner CSD haben Islamverbände die Tat scharf verurteilt. Sie warnen zugleich vor pauschalen Schuldzuweisungen gegen Muslime.

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Nach dem Terroranschlag CSD, Berlin, nach dem islamischen Terroranschlag, Brandenburger Tor, Gedenkdemonstration Berlin Berlin GER *** CSD, Berlin, after the terrorist attack CSD, Berlin, after the Islamic terrorist attack Brandenburg Gate memorial demonstration Berlin, Germany

Nach dem Terroranschlag CSD, Berlin, nach dem islamischen Terroranschlag, Brandenburger Tor, Gedenkdemonstration Berlin Berlin GER *** CSD, Berlin, after the terrorist attack CSD, Berlin, after the Islamic terrorist attack Brandenburg Gate memorial demonstration Berlin, Germany

© Imago/Bernd Elmenthaler

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben Islamverbände die Tat verurteilt und zu Besonnenheit aufgerufen. „Wo Menschen aufgrund ihrer Identität oder ihrer Lebensweise zur Zielscheibe von Gewalt werden, werden die Grundwerte unseres Zusammenlebens angegriffen“, erklärte der Zentralrat der Muslime in Deutschland am Montag in Köln.

Sollte sich der Verdacht einer islamistischen Motivation des Täters bestätigen, wäre dies nach Einschätzung des Zentralrats ein weiterer Fall, in dem eine extremistische Ideologie religiöse Bezüge missbrauche, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen und Menschen gegeneinander aufzubringen.

Wer Religion instrumentalisiere, um Hass zu schüren oder Gewalt auszuüben, handle gegen die ethischen Grundsätze des Islams, erklärte der Verband weiter. Niemand dürfe aufgrund seiner sexuellen Orientierung, Religion oder Herkunft zum Ziel von Gewalt werden. „Unsere Antwort auf Hass und Gewalt muss der gemeinsame Einsatz für Menschenwürde, Freiheit, Sicherheit und ein friedliches Zusammenleben sein“, hieß es.

Milli Görüs warnt vor Spekulationen

Auch die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs verurteilte den Angriff als „abscheulich“. „Wer Menschen angreift, ermordet oder in Angst versetzt, handelt nicht im Namen des Islams, sondern folgt einer menschenverachtenden Wahnideologie", erklärte Generalsekretär Ali Mete am Sonntagabend in Köln. Er missbrauche Religion, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen. Dafür dürfe es weder religiöse noch politische Entschuldigungen geben. Zugleich warnte Mete vor Spekulationen und pauschalen Schuldzuweisungen.

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Ein 21-Jähriger, der als islamistischer Gefährder galt, war den Ermittlungen zufolge am Wochenende während des Berliner CSD mit einem Transporter in eine Menschenmenge im Tiergarten gefahren. Anschließend soll er Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Bei dem Anschlag wurde ein Mensch getötet, fast 30 weitere wurden verletzt. (mit epd)

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