CSU-Politiker: Stoiber könnte Köhler beerben Parteichef nennt den Vorschlag aber Unsinn

Holger Schmale
2 Min

BERLIN. Mehrere CSU-Politiker haben den scheidenden bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber als möglichen Nachfolger von Bundespräsident Horst Köhler ins Gespräch gebracht. "Für den Fall, dass Horst Köhler für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht, wäre Edmund Stoiber ein hervorragender Nachfolger", sagte die bayerische Sozialministerin Christa Stewens der Bild-Zeitung. Er wäre vor allem "ein Bundespräsident der einfachen Leute". Der CSU-Landtagsabgeordnete Bernd Weiß sagte: "Stoiber als Anwalt des kleinen Mannes wäre ein echter Volkspräsident. Und er ist ein Mann der Jugend."Stoiber selber bemühte sich, die Debatte einzudämmen. "Das ist doch Unsinn", sagte er zu dem Vorschlag. Er wolle dazu beitragen, dass Köhler für eine zweite Wahlperiode Präsident bleibe. Köhler hat sich dazu bislang nicht geäußert. Da die Union keine eigene Mehrheit in der Bundesversammlung hat, wäre eine Wahl Stoibers ohnehin wenig wahrscheinlich, da schon die FDP diesem Vorschlag nicht folgen dürfte.Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth schloss indes nicht aus, dass ihre Partei der Wiederwahl Köhlers zustimmen könnte. "Wir werden zum jetzigen Zeitpunkt keinen Blankoscheck ausstellen, auf dem steht, dass wir Köhler wählen", sagte sie der Berliner Zeitung. "Ich fand es aber gut, dass der Bundespräsident sich in einige Gesetzgebungsverfahren eingeschaltet hat. Das ist seine Aufgabe." Die solle er jetzt wieder wahrnehmen und das Zuwanderungsgesetz nicht unterschreiben. (sch.)

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