Schadsoftware

Cyberangriff legt IT der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten lahm

Ein Cyberangriff setzt das IT-System brandenburgischer Gedenkstätten außer Betrieb. Die Kriminellen kamen vermutlich an Daten. Betroffen sind etwa die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück.

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Ein Cyberangriff legt das IT-System der Gedenkstätten lahm.

Ein Cyberangriff legt das IT-System der Gedenkstätten lahm.

© dpa

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Wie die Stiftung mitteilte, wurden die internen IT-Systeme attackiert und sind derzeit vollständig außer Betrieb. „Durch den schwerwiegenden Angriff professioneller IT-Krimineller ist unser gesamtes IT-System derzeit außer Funktion", erklärte Direktor Axel Drecoll.

Betroffen sind sieben Standorte, darunter die Gedenkstätte Sachsenhausen und die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, sowie die Geschäftsstelle. Der Vorfall wurde nach Angaben der Stiftung am 5. August bemerkt. Als Sofortmaßnahme seien alle Internet- und Netzwerkverbindungen gekappt und die betroffenen Systeme offline genommen worden. Der Besuch der Gedenkstätten selbst sei weiterhin uneingeschränkt möglich.

Bei dem Vorfall handelt es sich laut Stiftung um einen sogenannten Ransomware-Angriff. Dabei kommt Schadsoftware zum Einsatz, die Daten und Systeme verschlüsselt, um anschließend Lösegeld zu erpressen. Die Angreifer hätten eine Textdatei hinterlegt, in der zur Kontaktaufnahme aufgefordert werde, um über eine Zahlung für die Entschlüsselung der Daten zu verhandeln. „Wie bei solchen Attacken üblich, wurde eine Textdatei mit der Aufforderung zur Kontaktaufnahme hinterlassen mit dem Ziel, eine Zahlung für die Entschlüsselung der Daten zu fordern", so die Stiftung.

Warnung vor Phishing-Mails

Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Angreifer auch Daten heruntergeladen haben. Betroffen sein könnten interne Verwaltungsdaten sowie Informationen von Geschäftspartnern und Besuchern, ebenso Vereinbarungen und Dokumente. Die Stiftung weist deshalb darauf hin, dass es künftig verstärkt zu Phishing- und Spam-Mails oder auch zu Versuchen von Rechnungsbetrug kommen könne. „Daher wird um erhöhte Aufmerksamkeit bei verdächtigen E-Mails gebeten, insbesondere solchen, die die Stiftung als vermeintlichen Absender ausweisen", heißt es in der Mitteilung.

Das genaue Ausmaß des Schadens und der abgeflossenen Daten sei derzeit noch nicht absehbar. Externe Spezialisten wurden hinzugezogen, um die Wiederherstellung der Systeme zu unterstützen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der sicheren Wiederherstellung der Systeme", so Drecoll.

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Die Stiftung rechnet damit, dass die Systeme voraussichtlich in einigen Tagen wieder verfügbar sein werden. Bis dahin könne es insbesondere bei Buchungsanfragen für pädagogische Programme zu Verzögerungen kommen.

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