Wer Randale erwartet hat, wird eines Besseren belehrt: Als an diesem Dienstagabend, dem 21. Juli, ab 20 Uhr die Türen des Columbia-Theaters geöffnet werden, sieht alles friedlich aus. Menschen, bekleidet mit „Fuck Racism“- oder „Ohne Nazis schöner leben“-T-Shirts strömen herein. Nicht wenige auch einfach in Adidas-Klamotten. Aber: Neonazi-Aufmarsch, Antifa-Schutz? Fehlanzeige.
Dafür, dass um das Lied, das heute Abend erstmals live zur Aufführung kommen soll – „Keine Angst“ des in Berlin lebenden Rappers Danger Dan, begleitet durch den Pianisten Igor Levit –, in den letzten Tagen gestritten wurde wie um kein anderes seit langer Zeit, wirkt es hier in der kleinen Konzerthalle am Columbiadamm verblüffend still.
Polit-Pop
Danger Dan mit Igor Levit in Berlin: „Die Intendanz des ZDF versucht gerade, ihren Arsch zu retten“
Das ZDF lud sie aus. Nun hat Danger Dan begleitet von Igor Levit sein umstrittenes „Keine Angst“-Lied im Columbia-Theater abendfüllend dargeboten. So war die Ersatzveranstaltung.
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Igor Levit (l.) und Danger Dan vor dem Columbia-Theater
© Bastian Bochinski
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