Bauprojekt

„DDR 2.0“: Dank modernem Plattenbau entstehen in Lichtenberg über 1500 neue Wohnungen ab 254 Euro kalt

Mitten in Berlin drückt die Gewobag durch vorgefertigte Module die Baukosten. Einzige Voraussetzung für die Wohnungen an der Landsberger Allee: ein Wohnberechtigungsschein.

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An der Landsberger Allee in Lichtenberg entstehen derzeit 1548 neue Wohnungen – der Großteil davon Sozialwohnungen.

An der Landsberger Allee in Lichtenberg entstehen derzeit 1548 neue Wohnungen – der Großteil davon Sozialwohnungen.

© Jens Kalaene/dpa

In Berlin-Lichtenberg errichtet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag ein neues Quartier. Die Besonderheit liegt in der Bauweise und der Preisstruktur: Durch vorgefertigte Module entstehen bis 2027 über 1500 Wohnungen, die Einstiegsmiete liegt bereits bei 254 Euro.

An der Landsberger Allee in Berlin-Lichtenberg hat am Montag ein sogenanntes Stapelfest stattgefunden. Dieser Begriff verweist auf die Bauweise des Projekts: Die Gewobag nutzt vorgefertigte Raummodule, die auf der Baustelle zusammengesetzt werden – eine Art moderner Plattenbau. Bis zum Jahr 2027 entstehen auf diesem Weg insgesamt 1548 neue Wohnungen.

Großteil Sozialwohnungen

Im Zentrum der Projektplanung steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die Kaltmieten für die Einheiten bewegen sich zwischen sieben und 11,50 Euro pro Quadratmeter. Daraus resultiert eine Einstiegsmiete von 254 Euro für die kleinsten Apartments.

Dieses Preisniveau wird durch den Einsatz von Fördermitteln erreicht. Etwa 85 Prozent der Einheiten entstehen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung. Zusätzlich wird das Projekt durch zinsgünstige Darlehen der KfW und der Europäischen Investitionsbank unterstützt. Konkret bedeutet das, dass 1316 der insgesamt mehr als 1548 Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden sind. Für den Bezug dieser Einheiten ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich.

Auch Gewerbeflächen und Kita vorgesehen

Markus Terboven, Mitglied des Vorstands der Gewobag, verdeutlichte die Konditionen anhand eines Beispiels: „Auch mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3300 Euro kann sich ein Zweipersonenhaushalt eine Zweiraumwohnung für 860 Euro sichern.“ Zur Besichtigung der Baustelle waren am Montag auch Bundesbauministerin Verena Hubertz und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner anwesend.

Die Bebauung beschränkt sich nicht auf reine Wohngebäude. Auf dem Gelände sind zusätzlich eine Kindertagesstätte, Flächen für Gewerbe und Gastronomie sowie Grünanlagen vorgesehen. Die Modulbauweise ermöglicht eine vergleichsweise kurze Bauzeit. Die Fertigstellung der ersten Wohnungen und die Übergabe an die Mieter sind bereits für Ende dieses Jahres geplant.

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