Kriminalität

Ein Haus aus einer anderen Welt: Die Botschaft Nordkoreas – mitten in Berlin

In Berlins Mitte betreibt Nordkorea eine Botschaft ohne diplomatischen Auftrag – und soll sie für Waffenbeschaffung, Schmuggel und skurrile Geschäfte nutzen.

Albert Hammig
8 Min
Das Hostel, das Nordkorea einem Berliner Betreiber verpachtete. Bis vor ein paar Jahren konnte man sich dort ein Zimmer nehmen.

Das Hostel, das Nordkorea einem Berliner Betreiber verpachtete. Bis vor ein paar Jahren konnte man sich dort ein Zimmer nehmen.

© camcop mediA/A. Klug

Zwischen Mall of Berlin und Bundesrat, zwischen Hipster-Café und Dönerbude liegt ein Gelände, das aus einer anderen Welt kommt: Personenkult statt Demokratie, Propaganda statt Werbebanner, Militärparaden statt Touristenströme. 8000 Quadratmeter überwuchertes Terrain, graue Fassaden, blickdichte Fenster – und an der Fassade das Wappen der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK). Nordkorea, mitten in Berlin, Glinkastraße. Hier gilt das Recht einer der letzten sozialistischen Diktaturen der Welt. Die Zeit scheint stillzustehen – als hätte jemand 1989 vergessen, die Uhr aufzuziehen.

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