Kolumne

Das Geld liegt auf der Straße – aber warum verliere ich es ständig?

Unser Kolumnist hat mehrfach erlebt, dass ihm Leute Geldstücke hinterhertragen, die er verloren hat. Sie wissen nicht, dass er einen heimlichen Plan hat.

Jens Blankennagel
Jens Blankennagel
3 Min
Glücklicher Finder: Joe Biden hebt eine Münze auf, die er fallen gelassen hat.

Glücklicher Finder: Joe Biden hebt eine Münze auf, die er fallen gelassen hat.

© Carolyn Kaster/AP

Das Geld liegt auf der Straße – das ist nicht sprichwörtlich gemeint, sondern wörtlich. Die einen verlieren Geldstücke oder gar Scheine, andere finden sie. Neulich gab es wieder eine Situation, die zu einem gehörigen Missverständnis führte. Ich ging am Alexanderplatz entlang, mein Handy klingelte, ich ging ran, plötzlich lief ein Mann aufgeregt hinter mir her und rief etwas in einer Sprache, die ich nicht verstand. Der Mann versucht am Alex, Stadtrundfahrten an Touristen zu verkaufen. Nun hielt er ein Geldstück hoch. Er wollte es mir zurückgeben, denn er war überzeugt, dass ich es verloren hatte.

Das hätte sein können, denn ich gehöre zu jenen Verlierern, die absichtlich ganz gern mal ein paar Münzen fallen lassen, damit sich andere über Glücksmünzen freuen können. Ich lasse immer nur bronzefarbene Cent-Stücke fallen. In diesem Moment aber wollte ich niemandem Glück bringen, ich musste telefonieren.

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