Ich habe Spiegel und Zeit gelesen, seit ich eine junge Journalistin war, was schon eine Weile her ist. Sie waren links-liberale Blätter, deren Integrität sich in vielen Investigativ-Recherchen, Scoops und Meinungsartikeln widerspiegelte. Für mich als Ostdeutsche, die dem Totalitarismus und der Muffigkeit der DDR durch Flucht in den Westen entkam, waren sie journalistische Leitsterne: unabhängig, intellektuell, neugierig und unbequem. Vor allem aber bereit, sich mit jeder Macht anzulegen, egal aus welcher politischen Richtung sie kam. Ich war der Meinung, dort saß ein Journalismus, wie er sein sollte: den Tatsachen und nicht der eigenen Gesinnung verpflichtet.
Leitmedien
Das hätte man eher sehen können: Die AfD wird nicht kleiner, wenn Journalisten sie wie einen Angeklagten behandeln
Journalisten wie René Pfister (Spiegel) oder Ijoma Mangold (Zeit) durchbrechen den einhelligen Kanon ihrer Blätter. Ihre Kritik am journalistischen Umgang mit der AfD ist richtig. Ein Dankeschön.
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Verhindert man mit reiner Bloßstellung das Anwachsen der AfD?
© Fotoillustration: BLZ. Foto: Imago
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