Verbrechen

Das System Epstein

Tahir Chaudhry
20 Min
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell im Gespräch mit US-Präsident Bill Clinton, nachdem dieser bei einer Veranstaltung für Spender des Restaurierungsprojekts des Weißen Hauses eine Rede gehalten hatte, Washington, D.C., USA, 29. September 1993.

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell im Gespräch mit US-Präsident Bill Clinton, nachdem dieser bei einer Veranstaltung für Spender des Restaurierungsprojekts des Weißen Hauses eine Rede gehalten hatte, Washington, D.C., USA, 29. September 1993.

© IMAGO/Ralph Alswang/The White House / Avalon

Als Jeffrey Epstein am 6. Juli 2019 verhaftet wird, lese ich in der The New York Times von einem „New Yorker Finanzier, dem seit Langem vorgeworfen wird, Dutzende Mädchen missbraucht zu haben“. Kurz darauf sitzt er im Hochsicherheitstrakt des Metropolitan Correctional Center in Lower Manhattan. Der Bericht erinnert daran, dass es bereits 2007 zu einem Vergleich gekommen war, der Epstein „vor einer bundesweiten Anklage schützte“. Unterzeichnet wurde er vom damaligen obersten Bundesstaatsanwalt in Miami, Alexander Acosta, zu diesem Zeitpunkt Arbeitsminister unter Donald Trump. Wer Epstein wirklich ist – und welche Tragweite dieser Name haben würde –, ist mir in diesem Moment noch nicht klar. Doch es kursieren bereits Gerüchte: Epstein habe prominente und mächtige Freunde gehabt, die keinerlei Interesse daran hätten, dass dieser Fall größere Öffentlichkeit erlangt.

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