In Berlin lernt man seine Mitmenschen von der intimsten Seite kennen, obwohl man gar nicht will. „Heute saß eine junge Frau in der S-Bahn neben mir, die am Telefon ausführlich von ihrem letzten Besuch beim Frauenarzt berichtete“, schilderte jüngst ein Bekannter in den sozialen Medien. „So weiß ich jetzt etwa, dass sich ein falsch eingesetztes Bändchen um die Gebärmutter wickeln kann. Das ist so extrem unangenehm, dass man das stante pede in allen Einzelheiten und in einer durchaus ohrenbetäubenden Lautstärke der Freundin mitteilen muss.“
Harmsens Welt
Darf man so was laut sagen? Warum in Berlin Rücksichtslosigkeit herrscht
Wir Berliner haben kräftig daran gearbeitet, dass man heute in der Öffentlichkeit kaum noch Grenzen achtet und respektiert. Eine Kolumne.
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E-Scooter verstopfen den Bürgersteig am Alex – nur eine Spielart der großen Schluffigkeit.
© Sabine Gudath/Imago
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