ÖRR

ZDF-Doku zur deutschen Einheit: Jetzt darf der Osten klagen – aber bitte mit Happy End

Da ist er wieder, der ewig gleiche Ansatz aus Archivbildern und Zeitzeugen, garniert mit einer „Ost“-Regisseurin, die Jessy Wellmer sein will. So wird das nie was – ein Wutausbruch.

7 Min
Hier feiern Simson-Fans und erzählen von einem starken Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt. Typisch für den Osten?

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© Birgit Wärnke

Ach, es ödet einen nur noch an. Wie viele Dokus zur deutschen Einheit hat man schon gesehen, die alle gleich waren? Archivbilder von Kohl und seinen „blühenden Landschaften“, Trabis im Konfettiregen, Menschen auf der Mauer, die ersten Umarmungen am Grenzübergang und dann ein paar alte NVAler, die sagen, es sei einem „über Nacht eine andere Gesellschaftsordnung übergestülpt worden“. Nicht, dass diese Bilder nicht zählen, aber da ist ein bundesdeutsches Ost-Erklärfernsehen entstanden, das seine Bilder so oft recycelt, bis die Mauer allein vor Ermüdung bröckelt – da muss sie keiner mehr einreißen. Auch nicht in diesem Versuch, der sich „Einigkeit, Verdruss und Freiheit“ nennt.

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