Martin Gutzeit, langjähriger Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Das bestätigten politische Weggefährten.
Gutzeit, von Beruf Theologe, gehörte 1989 zu den Gründern der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP). Im Jahr darauf zog er als Abgeordneter in die erste frei gewählte Volkskammer ein, die den Weg zur deutschen Einheit ebnete.
Von 1993 bis 2017 leitete Gutzeit als Landesbeauftragter in Berlin die Aufarbeitung der Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. In dieser Funktion begleitete er über mehr als zwei Jahrzehnte die Auseinandersetzung mit den Hinterlassenschaften des SED-Regimes in der Hauptstadt.
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