Milliardeninvestitionen in die Zukunftssicherung oder soziale Wohltaten? Darüber wird Deutschland 2024 entscheiden müssen. Der Kampfplatz heißt Bundeshaushalt. Woher kommt das Geld für die Transformation? Verteidigung, Klima, Energie, Künstliche Intelligenz – jeder Bereich verlangt Multi-Mega-Milliarden.
Die DDR-Führung stand in den 1970ern vor eben dieser Frage: Hunderttausende Wohnungen zur Freude der DDR-Bürger bauen oder mit Milliardenaufwand eine eigene Mikroelektronik aus dem Boden stampfen, eigene Chips entwickeln und produzieren, um die wichtigste Branche der Wirtschaft, den Maschinenbau, weltmarktfähig zu halten? Alle wussten, dass bald niemand mehr Maschinen und Anlagen der traditionsreichen DDR-Industrie kaufen würde, sollten sie nicht mit elektronischen Steuerelementen arbeiten. Es ging also ums wirtschaftliche Überleben.
History
DDR-Mikroelektronik: Wie die Basis für heutige Ost-Hightech-Zentren geschaffen wurde
Die Treuhand zerlegte die DDR-Elektronikbranche, doch Techniker und Forscher retteten die Substanz an Wissen und Know-how – zum Glück für Deutschland.
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In Dresden überlebte die Mikroelektronik-Tradition gegen anfängliche Eliminierungspläne der Treuhand: Hier werden in einem 1996 neu gegründeten Unternehmen Quarz-Wafer für die Bedampfungsanlage vorbereitet.
© Matthias Hiekel/dpa
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