Emotionale Rückkehr

DEL: Eisbären Berlin empfangen die Krefeld Pinguine mit Constantin Braun

Der Verteidiger hat bei seinem langjährigen Klub nicht mehr die Rolle erhalten, die er für sich beansprucht. Die Beziehung zu den Eisbären bleibt besonders.

Benedikt Paetzholdt
3 Min
Ein noch ungewohntes Bild: Constantin Braun im Trikot der Krefeld Pinguine. 

Ein noch ungewohntes Bild: Constantin Braun im Trikot der Krefeld Pinguine. 

© imago images/Stefan Bauer

Baxmann verdrückt Tränen bei der Rückkehr

Bislang geht dieser Plan auf. 24:14 Minuten stand Braun im Schnitt auf dem Eis, Bestwert im Team. In Berlin ist das nicht unbeobachtet geblieben. Eisbären-Kapitän Frank Hördler sagt: „Anscheinend fühlt er sich wohl dort, er war bislang viel in Szene zu sehen.“ Auch er ist gespannt, wie es sein wird, plötzlich auf jemanden zu treffen, mit dem man so viel erlebt hat, als Höhepunkt natürlich fünf Meistertitel, die Hördler und Braun gemeinsam feiern konnten. „Nach so vielen Jahre plötzlich auf der anderen Seite zu stehen, wird nicht einfach“, ist Hördler überzeugt.

Im professionellen Vereinssport gehört es dazu, dass Spieler den Verein wechseln und der alten Wirkungsstätte vorübergehend oder langfristig den Rücken kehren. Im Falle der Eisbären-Profis, die im Klub den Übergang vom Jungprofi zum Leistungsträger vollzogen und später eine Erfolgs-Ära geprägt haben, ist das noch immer ungewohnt. Als Jens Baxmann in der Vorsaison im Trikot der Iserlohn Roosters erstmals in Berlin auflief, kämpfte er mit den Tränen. Bei André Rankel verhinderten anhaltende körperliche Beschwerden eine Rückkehr in neuer Kluft. Bei seinem Rücktritt vom Leistungssport war aber auch ihm nach Weinen zumute.

Zahlreiche Rückschläge

Bei Braun ist die Trennung noch nicht endgültig, dennoch spricht derzeit nicht wirklich viel dafür, dass er wieder in den engeren Kreis bei den Eisbären zurückkehrt. Geschäftsführer Peter John Lee sagt: „Natürlich ist es ein bisschen traurig, Brauni gehen zu lassen. Aber die Karrieren sind begrenzt und wenn er das Gefühl hat, dass er woanders sich besser entwickeln kann, wollen wir ihm keine Steine in den Weg legen.“

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Im Falle von Braun ist die Beziehung zwischen Spieler und Eisbären ohnehin besonders. Wenige Wochen nachdem der Verteidiger als wertvollster Spieler der letzten Meistersaison 2013 gekürt wurde, machten die Eisbären seine Depression öffentlich. Fünf Jahre später begab er sich in Behandlung wegen Alkoholabhängigkeit. Verein und Spieler feierten Höhepunkte, standen Rückschläge durch. Jetzt, wo es Braun um mehr sportliche Anerkennung geht, mussten sich die Wege aber dann doch zwangsläufig trennen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner