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Polizei Berlin

Demo gegen Corona-Politik in Berlin: Redner zeigt auf der Bühne den Hitlergruß

Hunderte Menschen protestierten am Ostermontag in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen. Politiker Heinrich Fiechtner soll dann den verbotenen Gruß gezeigt haben.

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Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin wurde die Maskenpflicht ignoriert. Einer der Redner hat offenbar auf der Bühne den Hitlergruß gezeigt. Die Polizei Berlin ermittelt.

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin wurde die Maskenpflicht ignoriert. Einer der Redner hat offenbar auf der Bühne den Hitlergruß gezeigt. Die Polizei Berlin ermittelt.

© Foto: dpa/ Christophe Gateau

Um 15.45 Uhr soll der Versammlungsleiter Heinrich Fiechtner bei einer Rede den Hitlergruß gezeigt haben. Fiechtner moderierte die Tat an: „Ich komme mit dem Symbol unserer Zeit: dem Hitlergruß von Angie (Anmerkung der Redaktion: Angela Merkel) und der Raute des Schreckens.“ Dann hob er seinen rechten Arm, zumindest seinen Oberarm. Denn Fiechtner kam mit einer Verkümmerung am rechten Arm zur Welt. Er hat gar keinen Unterarm. 

Die Polizei Berlin hat gegen den ehemaligen AfD-Politiker trotzdem ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen eingeleitet. Die Polizei prüfe nun, ob der von Fiechnter angedeutete Hitlergruß aufgrund seines zu kurzen Armes auch tatsächlich einer ist. Die Ermittlungen dazu seien noch nicht abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung. 

Polizei Berlin: Demo von Rechtspopulisten unterwandert

Bei dem Demonstration kam es vereinzelt auch zu Beschimpfungen und kleineren Auseinandersetzungen. Eine Demonstrantin wurde festgenommen, da sie einen Polizisten mit einem Regenschirm attackiert haben soll. Sie muss sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden insgesamt 48 Demonstranten überprüft. Neben den 41 Ordnungswidrigkeitenverfahren seien zudem neun Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gefälschter Arztatteste eingeleitet. Nach Einschätzungen der Polizei sei die Versammlung von Rechtspopulisten unterwandert gewesen.

Zwei Verdächtige seien bei der Kundgebung von Polizisten wiedererkannt worden, die am 29. August 2020 eine Polizeiabsperrung überwunden und auf die Treppen vor dem Reichstag gelaufen sein sollen. Nach einer Personalienfeststellung wurden sie wieder entlassen. Gegen 18.15 Uhr beendete der Versammlungsleiter die Kundgebung. An dem Einsatz waren rund 190 Polizistinnen und Polizisten beteiligt.

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