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Buchkritik

„Den Bach rauf“ von Robert Habeck: Ein Buch, so leer und sanft wie ein Coaching-Seminar

Der grüne Vizekanzler benutzt keine Gendersterne mehr, vergisst Annalena Baerbock und hat eine verstörende Schlussszene geschrieben. Die Buchkritik.

Anja Reich
Anja Reich
7 Min
Robert Habeck bei der Buchpremiere im Berliner Delphi-Filmpalast.

Robert Habeck bei der Buchpremiere im Berliner Delphi-Filmpalast.

© Kay Nietfeld/dpa

Es gibt einen Satz gleich am Anfang von Robert Habecks neuem Buch, der Fragen aufwirft: „Robert Habeck, geboren 1969, arbeitete als Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Bücher, bevor er Politiker wurde“, lautet der Satz.

Eine Biografie in zwei Zeilen, die den Eindruck erweckt, da habe sich jemand neu erfunden. Aber gleich neben dem Satz sind die Cover von zwei Büchern zu sehen. Sie heißen „Von hier an anders“ und „Wer wir sein könnten“. Beide sind erschienen, nachdem Habeck Politiker wurde. Genau wie „Den Bach rauf“, sein neues Buch.

Man fragt sich, wie macht er das? Ein Mann, der Wirtschaftsminister, Vizekanzler und Spitzenkandidat der Grünen ist? In einer Zeit, von der es heißt, seit dem Zweiten Weltkrieg sei es Deutschland nicht mehr so schlecht gegangen. Wann schreibt er diese Bücher? Warum? Und für wen?

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