In Leipzig bekommen rund 40 Denkmäler gerade eine Verkleidung aus Holz für den Winter. Das teilte das Kulturamt der Stadt Leipzig mit. Leipziger Tischler fertigen die Hüllen für jedes Denkmal einzeln an. Betroffen sind unter anderem das Alte Bach-Denkmal, Jupiter und Juno, Schiller, Gellert und Louise Otto-Peters. Das Schillerdenkmal in der Lenné-Anlage zwischen Moritzbastei, Universitätsstraße und Roßplatz soll am Dienstag, 27. Oktober, eingehaust werden; bei schlechtem Wetter kann sich der Termin verschieben.
Das Kulturamt kümmert sich um 15 Denkmäler, vor allem in der Innenstadt. Etwa 20 weitere betreut das Amt für Stadtgrün und Gewässer, hauptsächlich auf dem Alten Johannisfriedhof und im Schlosspark Lützschena. Die Museen im Grassi verkleiden zusätzliche Denkmäler in ihren Höfen.
Geschützt werden vor allem Denkmäler aus Naturstein. „Anders als Metall oder Bronze ist Naturstein offenporig. Feuchtigkeit kann eindringen. Kühlt sich das Wasser auf unter vier Grad ab, dehnt es sich aus. Bei Frost vergrößert sich sein Volumen noch einmal deutlich und der Naturstein kann aufplatzen“, sagt Sachgebietsleiter Ansgar Scholz vom Kulturamt.
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Die Hüllen bleiben je nach Wetter etwa bis Ostern stehen. Frühestens am 21. März, dem Geburtstag von Johann Sebastian Bach, wird das Alte Bach-Denkmal am Dittrichring ausgepackt. Die Stadt schützt ihre Denkmäler seit Anfang der 1990er-Jahre auf diese Weise, weil viele von ihnen nach der Wiedervereinigung erstmals restauriert wurden. Neue Verkleidungen erhalten inzwischen ein Sichtfenster, durch das die Figuren auch im Winter zu sehen sind. Elf Denkmäler haben in diesem Jahr außerdem neue Informationstafeln bekommen.
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