Neuordnung

Denkmalschutz Sachsen: Werden Negativlisten erstellt?

Sachsen plant eine radikale Umstrukturierung der Denkmalpflege. Lokale Behörden sollen künftig über historische Substanz entscheiden. Doch Kritiker warnen vor fatalen Folgen.

Peter Chemnitz
5 Min
Der frühere Instituts- und Verwaltungskomplex des „Robotron-Zentrums für Forschung und Technik“ in Dresden steht unter Denkmalschutz.

Der frühere Instituts- und Verwaltungskomplex des „Robotron-Zentrums für Forschung und Technik“ in Dresden steht unter Denkmalschutz.

© Sven Ellger/Imago

Während am Sonntag die in Denkmalschutz und Denkmalpflege Engagierten in Leipzig den 90. bundesweiten Tag für Denkmalpflege begehen und sich ebenfalls dort die ehrenamtlichen Beauftragten für Denkmalpflege zu ihrer Jahrestagung treffen, in der es sinnigerweise um Wandel, Rückblick und Ausblick geht, schafft Sachsens Ministerialbürokratie Tatsachen. Nach dem aufgrund öffentlicher Proteste zahlreicher Vereine und Initiativen die Zerschlagung der beiden Landesämter für Archäologie und Denkmalpfleger nicht mehr so lautlos unter dem positiv belegten Stichwort „Modernisierungsagenda“ umsetzen lässt, greifen die Regierenden in ihrem Feldzug zur Neuordnung der Denkmallandschaft zu anderen Mitteln.

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