Der Versuch, den AfD-Parteitag in Erfurt zu blockieren, ist gescheitert. Das Bündnis „Widersetzen“ wollte Delegierte aufhalten, Anreisen erschweren und den Ablauf stören. Doch die AfD kam durch. Neben dem überwiegend friedlichen Protest entlud sich der Frust dann in Angriffen auf Pressevertreter, die von Teilen des Milieus ebenfalls als „faschistisch“ markiert wurden.
Das Scheitern wäre weniger folgenreich, ginge es nur um eine verlorene Protestaktion. „Widersetzen“ hatte aber Widerstand gegen einen mutmaßlichen Faschismus angekündigt. Wer diesen Begriff ernst meint, kann eine Niederlage nicht einfach als misslungenen Aktionstag abhaken. Wenn der Gegner Faschismus ist, muss man erklären, wie er aufgehalten werden soll, wenn Blockaden nicht reichen. Also: Was nun?
Linksextremismus
Scheitern als Brandbeschleuniger: Die Gewalt der Aktivisten in Erfurt könnte erst der Anfang gewesen sein
„Widersetzen“ scheiterte mit seinem Blockadeversuch. Der Kampf gegen den ausgerufenen Faschismus aber geht weiter. Forschungsergebnisse zeigen: Niederlagen können Radikalisierung fördern.
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„Widersetzen“ gegen den AfD-Parteitag in Erfurt: „Wird Widerstand zur Pflicht“, dann stellt sich die Frage nach dem Einsatz von Gewalt zwangsläufig.
© Rene Pertzsch/imago
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