Auf dem 20 Hektar großen Berliner Teil des früheren Flugplatzes Staaken soll ein Gewerbepark entstehen. Die Berliner Landesentwicklungsgesellschaft (BLEG) sucht dafür jetzt Betriebe. Das Gelände liegt zu einem Drittel auf Spandauer Gebiet und zu zwei Dritteln im brandenburgischen Dallgow-Döberitz. Ursprünglich war dort ein Tivoli-Freizeitpark geplant. Das Projekt scheiterte jedoch. Dallgow-Döberitz hat sich nun entschieden, das 45 Hektar große Gebiet, das bislang für den Freizeitpark vorgesehen war, als Grünfläche auszuweisen. Für die Berliner Seite sieht der Flächennutzungsplan dagegen ausschließlich Gewerbeansiedelung vor. Allerdings ist man in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung skeptisch, daß sich die Pläne schnell verwirklichen lassen. "Berlin hat eine ganze Reihe von Gewerbeflächen, wo sich relativ wenig tut", sagt der leitende Stadtplaner Friedemann Kunst.Bei der BLEG ist man optimistischer. Eine Standortanalyse habe ergeben, daß das Gelände gut mit Orten im Umland konkurrieren könne, sagt Projektentwickler Dirk Lange-Baudisch. "Das könnte für Firmen interessant werden, die aus der Innenstadt herausziehen wollen." In wenigen Monaten soll ein genaues Nutzungskonzept feststehen, im Jahr 2000 sollen erste Teilflächen vermietet werden.Spandaus Politiker sind hoffnungsvoll. "Mittlere und kleinere Betriebe würden zum Aufschwung in der Region beitragen", sagt Bürgermeister Konrad Birkholz (CDU). Das sehen auch die Spandauer Sozialdemokraten so. "Jeder Betrieb, der dazu beiträgt, die Zahl der 18 000 arbeitslosen Spandauer zu verringern, ist willkommen", sagt der SPD-Kreisvorsitzende Swen Schulz. Die Sprecherin der "Bürgerinitiative West-Staaken", Connie Sax, bleibt vorsichtig: "Von den Projekten der Vergangenheit ist nichts realisiert worden", sagt sie. "Da ist beim Gewerbepark sicher auch noch nicht das letzte Wort gesprochen".
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