TELTOW. Nach dem Vorbild anderer Orte im Umland führt auch Teltow (Potsdam-Mittelmark) einen City-Bus ein. Ab 2001 soll er durch die staugeplagte Stadt rollen und für den Fahrgast eine Mark pro Tour kosten. "Bei der Streckenführung wollen wir die stark frequentierte Mahlower und Potsdamer Straße aussparen", sagt Petra Niksch-Kasdorf, 1. Beigeordnete der Stadt. Die Busse verbinden Wohngebiete, wichtige Einkaufszentren und Ämter. Wochentags durchqueren die Fahrzeuge voraussichtlich alle halbe Stunde die Stadt wie eine Acht, sonnabends stündlich. "Aber erst müssen wir sehen wie die Linien angenommen werden, um dann optimieren zu können." Als zentraler Punkt ist später der S-Bahnhof vorgesehen, denn ab 2003 soll die Berliner S-Bahn wieder bis Teltow fahren. Im Haushalt sind jährlich 105 000 Mark für die City-Busse vorgesehen, weitere 50 000 Mark sollen gesponsert werden.Betreiber der Linie wird die Havelbus Verkehrsgesellschaft, die bereits Strecken in Werder, Beelitz und Nauen (Havelland) unterhält. "In den ersten drei Fällen ist unsere Kalkulation aufgegangen", sagt Peter Ethofer, Bereichsleiter Verkehr bei Havelbus. Durch die Anteile der Städte und die Sponsoren, die an Fahrzeugen und Haltestellen werben können, fahren die Busse kostendeckend. Das wäre allein mit dem Sondertarif von einer Mark nicht machbar. Die Einwohner haben die Busse gut angenommen. Deswegen ist Ethofer auch optimistisch, was die Linie in Teltow betrifft. Auch in der recht bevölkerungsstarken und weitläufigen Nachbargemeinde Kleinmachnow gibt es seinen Angaben zufolge bereits eine Initiative für einen City-Bus. Beide Strecken könnte man dann verknüpfen. (jus.)
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