Deutschland-Kolumne

Der Fall Timmy: Und plötzlich ersetzten Morddrohungen in Deutschland die Argumente

Der Wal ist tot, doch das Lehrstück bleibt. IHK-Chef in Halle Thomas Brockmeier zeigt, was der Fall Timmy über Deutschland, Hysterie und Lagerdenken verrät.

Thomas Brockmeier
5 Min
Nach erfolglosen Transportversuchen bleibt der Kadaver des als Timmy bekannten Buckelwals am 21. Mai noch vor der dänischen Urlaubsinsel Anholt liegen.

Nach erfolglosen Transportversuchen bleibt der Kadaver des als Timmy bekannten Buckelwals am 21. Mai noch vor der dänischen Urlaubsinsel Anholt liegen.

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Timmy ist tot. Und droht zu explodieren. Hoffentlich gilt das nicht auch für Deutschland. Falls doch, wäre die Reihenfolge vermutlich umgekehrt. Der Fall Timmy ist geradezu ein Lehrstück: Wie unter einem Brennglas hat er vieles von dem deutlich werden lassen, was in unserem Land im Argen liegt.

Es beginnt, wie so oft, mit guten Absichten. Die jedenfalls wird man den Menschen, die sich für die Rettung des Wals eingesetzt haben, nicht absprechen können. Aber gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht. Letztlich darf wohl bezweifelt werden, ob man Timmy mit den diversen Rettungsversuchen einen Gefallen getan hat.

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