Immer wieder sagt mein innerer Berliner Dinge, ohne zu wissen, wo sie eigentlich herkommen, zum Beispiel: „Der Film war so nullachtfuffzehn“, „Ick versteh nur Bahnhof“, „Dit is’n janz andret Kaliber“ und „Bombenwetter heute, lass uns rausjehn“. Ihm ist nur so halb bewusst, dass es sich hier oft um die einstige Sprache des Krieges handelt. So wie sie Millionen andere auch sprechen, täglich.
Harmsens Welt
„Der Film war so nullachtfuffzehn“: Wir nutzen Kriegssprüche, ohne es zu merken
Über Jahrhunderte sickerten unzählige Begriffe aus Militär und Kriegen in unsere Alltagssprache ein. Und man muss leider sagen: Neue kommen hinzu. Eine Kolumne.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
„Ick versteh nur Bahnhof“ – auch dieser Spruch soll im Krieg entstanden sein.
© Jens Büttner/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*