Fernsehen

Der hochtourige ARD-Polit-Thriller „Herrhausen – Der Herr des Geldes“

Ein zweiteiliges TV-Drama von Thomas Wendrich würdigt den von der RAF ermordeten Chefbanker Alfred Herrhausen und sein aktuell erscheinendes Agieren. Die Fernsehkritik.

4 Min
Fahrstuhlfahren mit Alfred Herrhausen (M., gespielt von Oliver Masucci).

Fahrstuhlfahren mit Alfred Herrhausen (M., gespielt von Oliver Masucci).

© ARD/Degeto

Dieser Thriller ist der Countdown eines angekündigten Mordes: Nach 200 Filmminuten explodiert in Bad Homburg jene Autobombe, die Alfred Herrhausen tötet. Installiert und gezündet wurde die komplizierte Sprengfalle von der RAF, für die der Vorstandssprecher der Deutschen Bank an der „Spitze der faschistischen Kapitalstruktur“ stand.

Der Banker und die RAF waren schon mal Gegenstand eines viel beachteten und ausgezeichneten Dokumentarfilms. In „Black Box BRD“ hatte Andreas Veiel anno 2001 die Biografien von Alfred Herrhausen und von Terrorist Wolfgang Grams gegeneinander gestellt. Der aktuelle Zweiteiler der ARD beginnt im Jahr 1987, basiert laut Vorspann auf einer „wahren Geschichte“ und fügt den skeptischen Nachsatz an: „Soweit Geschichte wahr sein kann.“

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