Nach Deutschlands WM-Katastrophe zögerte auch Newsweek nicht lang damit, die große Untergangskeule in Richtung Germany zu schwingen. Nun hat das nur noch online erscheinende Magazin, das einst zusammen mit dem Time Magazine das Nonplusultra des amerikanischen Journalismus war, in den letzten 20 Jahren zwar selbst an Renommee verloren. Aber auch wenn es nicht mehr den Status eines unfehlbaren Orakels hat, ist ein solcher Bericht ein durchaus wichtiger Indikator. Es bedeutet, dass die Erzählung vom „Abstieg Deutschlands“ längst auch im angelsächsischen Mainstream angekommen ist. Es ist kein Geheimtipp von Ökonomen mehr, sondern das Standard-Narrativ, das man sich in Washington und New York über Deutschland erzählt.
US-Medien
„Der Niedergang Deutschlands“: Nach der Paraguay-Misere schreibt uns nun auch Newsweek ab
Das US-Nachrichtenmagazin glaubt nicht mehr an Europas Klassenbesten. Es kritisiert ein deutsches Wohlstandsmodell, das sich über Jahre selbst betäubt hat. Haben die Amis recht?
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Nach der WM-Niederlage in Boston
© IMAGO/Moritz Mueller
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