Vielleicht ist das ja das Gute am Alter? Die Gelassenheit! Hans Tichas Miene hellt sich immer mehr auf, derweil er durch die Rostocker Kunsthalle spaziert. Offensichtlich macht ihm Freude, was er sieht, denn er hat die Ausstellungsgestaltung, die heitere weiß-blau-graue Farbgebung der Stellwände, gänzlich Kuratorin Antje Schunke und dem Museumsteam überlassen. Die jungen Leute wüssten schon, „wie’s passt“, meint er fröhlich. Er ist keiner jener selbstüberzeugten Künstler, die bis zum letzten Spotlight alles bestimmen wollen.
DDR
Der ostdeutsche Ausnahmekünstler Hans Ticha ist ein Maler, der nach wie vor in kein Kunstraster passt
Die Rostocker Retrospektive des früheren Ost-Berliners strotzt nur so vor Ironie. Der Sarkasmus von einst nährt auch so manches Déjà-vu in der aktuellen Weltpolitik.
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