Foto: Einmal alle vier Jahre ist auch der höchste Repräsentant des Landes nur ein Bürger wie alle anderen. Horst Köhler gab am Sonntag gemeinsam mit seiner Frau Eva Luise in seinem Berliner Wahllokal seine Stimme ab. Natürlich hätte er auch per Briefwahl abstimmen können, wie es von Wahl zu Wahl immer mehr Bundesbürger tun. Aber ein Bundespräsident weiß eben, was er seinen Landsleuten schuldig ist. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin-Mitte ließ sich den Gang in ihr Wahllokal in der Mensa der Humboldt-Universität nicht nehmen, ebensowenig ihr bisheriger Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier in Berlin-Zehlendorf. Einige andere Spitzenpolitikern ersparten sich hingegen das Blitzlichtgewitter im Wahllokal. Oskar Lafontaine, Ko-Vorsitzender von Linkspartei und Linksfraktion, wurde in Berlin gebraucht und gab seine Stimme im Saarland per Briefwahl ab. Auch CSU-Chef Horst Seehofer und der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering stimmten in diesem Jahr per Brief. Gregor Gysi von der Linken und Renate Künast von den Grünen wiederum scheuten den Weg in ihre Berliner Wahllokale nicht, und Guido Westerwelle ging zunächst in Bonn an die Urne, ehe er in die Hauptstadt flog, um hier den absehbaren Erfolg seiner FDP zu erwarten.
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