Berlin Bubble

Der Prinz von Neukölln

Ein Mann für gewisse Stunden: Wenn die Sonne untergeht, verzaubert der 26-jährige Fletcher Mills mit seinen Balkon-Konzerten den Berliner Weserkiez.

Sabine Röthig
Sabine Röthig
4 Min
It’s Showtime:  Der Neuseeländer Fletcher Mills auf seinem Balkon in der Weserstraße. Im Lockdown spielte er fast jede Woche, doch dann kam die Polizei. Ende August ist sein vorerst letztes Konzert geplant.

It’s Showtime: Der Neuseeländer Fletcher Mills auf seinem Balkon in der Weserstraße. Im Lockdown spielte er fast jede Woche, doch dann kam die Polizei. Ende August ist sein vorerst letztes Konzert geplant.

© Josephine Salisbury Mills

Geboren wurde Fletcher 1995 in Neuseelands Hauptstadt Wellington, wo er in einer Großfamilie gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern aufwuchs. Schon als kleiner Junge liebte er die Musik. Als 17-Jähriger wurde er für die neuseeländische Version der Talent-TV-Show „X-Factor“ gecastet und schaffte es im Wettbewerb auf Platz zehn. Eine schlimme Erfahrung, wie er sagt: „Ich war jung und wollte meine Musik spielen. Aber die wollten natürlich eine Fernsehshow machen. Ich durfte nur Cover singen, eigene Kompositionen waren nicht erlaubt und nie war man gut genug.“ Daraufhin komponierte er vier Jahre lang keine Musik mehr, studierte aber Klassisches Piano und Finanzen – eine hierzulande ungewöhnliche Kombination, in Neuseeland sogar zeitgleich möglich.

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