Der "Schuh des Manitu" feierte im Theater des Westens sein einjähriges Bühnenjubiläum

Eine Gala für die Schoschonen

Elmar Schütze
2 Min

Der Film war ein riesiger Erfolg: Mehr als 11,7 Millionen Menschen sahen den "Schuh des Manitu". Die 65 Millionen Euro Umsatz zeichnen die Western-Parodie als einen der erfolgreichsten deutschen Filme aus. Von solchen Zahlen ist die Bühnenversion weit entfernt. Dennoch war man beim einjährigen "Manitu"-Jubiläum im Theater des Westens gestern zum Feiern entschlossen. Bei der Gelegenheit erinnerte Erfinder Michael "Bully" Herbig daran, dass ein Erfolg des Musicals nicht absehbar war: "Es gibt doch diese Meldungen: ,Nach einer Woche abgesetzt.' Das war schon eine Horrorvorstellung, schließlich haben wir drei Jahre lang daran gearbeitet." 364 Vorstellungen nach der Premiere schweigt man sich zwar über Besucherzahlen aus, verlängerte die Show mit ihren singenden Marterpfählen und tanzenden Kakteen aber schon mal bis Mai 2010. Herbig sagte, er habe sich in das Musical "verliebt" und könne nicht mehr sagen, welche Version ihm besser gefiele, Film oder Musical. Dem 18-köpfigen Ensemble um Mathias "Abahachi" Schlung und Mark "Ranger" Seibert dankte er: "Ihr seid großartig!" Das Gala-Publikum sah's ähnlich und applaudierte lange. Berlins Apachen und Schoschonen hatten zum Nachmittag allerlei Ehrengäste in ihren klassizistischen Wigwam an der Kantstraße eingeladen. Neben anderen sahen sich Box-Weltmeister Arthur Abraham, Moderatorin Carola Ferstl und Schauspieler Anne-Sophie Briest das Stück an, so mancher davon mit Kindern. Seine Eltern hatte dagegen Jonas Hämmerle mitgebracht - der Hauptdarsteller in Herbigs "Wickie und die starken Männer" ist erst elf Jahre alt.------------------------------Foto: Michael "Bully" Herbig

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