POTSDAM/BERLIN. Sollte angesichts der desolaten Haushaltslage beider Länder das frisch sanierte Gebäude des Preußischen Landtages in Berlin nicht Parlamentssitz eines künftigen Landes Berlin-Brandenburg werden? Mit diesem Vorschlag hat der Potsdamer PDS-Fraktionschef Lothar Bisky ein kontroverses Echo ausgelöst. Der Medienwissenschaftler Bisky, lange Jahre Bundesvorsitzender der PDS, hatte sich 1996 entschieden gegen die Länderfusion von Berlin und Brandenburg ausgesprochen. Heute tritt er als Fusionsskeptiker für eine verantwortungsbewusste Abwägung der Vor- und Nachteile eines solchen Schritts ein. Dafür setzt sich auch Hartwig Piepenbrock, Vorsitzender von Perspektive BerlinBrandenburg e.V., ein. Der in Berlin-Gatow lebende Unternehmer und Kunstmäzen ist ein strikter Befürworter der Fusion. Aus seiner Sicht wäre es politisch effektiver und langfristig auch wirtschaftlich günstiger, Parlament und Regierung in Potsdam anzusiedeln.BLZ/MIKE FRÖLING Das baufällige Landtagsgebäude auf dem Potsdamer Brauhausberg ist als Parlamentssitz eines künftigen Landes Berlin-Brandenburg nicht geeignet.
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