Wie hat er das nur wieder gemacht? Belacht wurde Ingo Schmitt für seine Mühen, einen CDU-Spitzenmann für diese Wahlen nach Berlin zu lotsen. Denn so viel war rasch klar: Schmitt möge zwar Landesvorsitzender sein, als Wowereit-Herausforderer eigne er sich aber nicht. Zu nachhaltig war Schmitts Image geschädigt, sein Satz von der "Polit-Nutte" - gemeint war Bildungssenator Klaus Böger - hängt ihm immer noch nach. Und dann wollte partout niemand, so schien es zumindest, das Wagnis einer Mission Impossible für die hauptstädtischen Christdemokraten eingehen und gegen den Regierenden Bürgermeister antreten.Nachdem es Parteichef Schmitt zunächst nicht gelungen war, den erklärten Favoriten, Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer, nach Berlin zu lotsen, fand er schließlich Friedbert Pflüger. Dieser holte jetzt das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die CDU, und doch sagen hinterher alle öffentlich: Die Partei ist wieder da. Das mag klingen wie das Pfeifen im Walde.Doch für Schmitt könnte es sogar stimmen. Nach "fünf schweren Jahren", so lautet längst die interne Sprachregelung, ist man bei der CDU fest entschlossen, das Ergebnis besser zu finden als es ist. Davon kann auch der Landesvorsitzende nur profitieren.------------------------------Foto: Ingo Schmitt, Steuermann der CDU.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]