Vor 50 Jahren, am 1. Februar 1957, testeten Ingenieure des Autoherstellers NSU in Neckarsulm den von Felix Wankel entwickelten Rotationskolbenmotor. Damals galt der auch Kreiskolbenmotor genannte Antrieb als revolutionärer Gegenentwurf zum konventionellen Hubkolbenmotor; heute wird er im Serienfahrzeugbau nur noch vom japanischen Autohersteller Mazda beim Sportwagen RX-8 eingesetzt. Die Grundidee: die bei der Verbrennung freigesetzte Energie wird direkt in eine Drehbewegung des Kreiskolbens umgesetzt. Kolben und Welle sind die einzigen bewegten Teile.Nur Mazda blieb am BallAber neben dem Kraftstoffkonsum führten die Verschärfung der Abgasvorschriften in den USA, der hohe Ölverbrauch und der hohe Fertigungsaufwand dazu, dass schließlich alle Autobauer außer Mazda die Beschäftigung mit dem Wankelprinzip aufgegeben haben. Für Mazda aber hat der Wankelmotor durchaus noch Potenzial für die Zukunft: Er soll die Technikkompetenz der Marke stärken und den Weg in das Wasserstoffzeitalter ebnen. Der Mazda RX-8 Hydrogen RE kombiniert als erstes Fahrzeug überhaupt Wasserstoff-Betrieb mit Benzinverbrennung. Dafür eignet sich der Rotationsmotor durch seine Bauweise und das Verbrennungsprinzips, ohne zu befürchtende Leistungseinbußen; im Vergleich zur technisch viel aufwändigeren Brennstoffzelle ist er vielkostengünstiger. So könnte die Geschichte für Felix Wankel und seinen revolutionären Motor doch noch glücklich enden. (mid)
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