Der überzeugende 3:0-Heimerfolg gegen Hannover 96 war Ausdruck der eigenen Stärke. Der 1. FC Magdeburg ist in der 2. Bundesliga neben dem Spitzenduo Hertha BSC und 1. FC Nürnberg die Mannschaft der Stunde, begeistert mit tollem Offensivfußball und gnadenloser Effektivität. Das 1:6-Heimdebakel gegen Eintracht Braunschweig zum Auftakt der Saison vor etwas mehr als zwei Monaten ist längst in den Hintergrund getreten. Auch, wenn es noch etwas merkwürdig klingt: Magdeburg ist – Stand jetzt –ein heißer Kandidat für die ersten drei Plätze.
Dresden steht mit einem Sieg auf Rang 16
Am Sonntag (13.30 Uhr) steht die Mannschaft von Trainer Petrik Sander allerdings vor einer großen Bewährungsprobe. Der Elb-Klassiker in Dresden wirft seine Schatten voraus. Gastgeber Dynamo hat im bisherigen Saisonverlauf zwar das Kontrastprogramm erlebt, ein Favorit in diesem stets hitzigen Derby ist trotzdem nicht auszumachen. Fünf Punkte haben die Sachsen bisher eingefahren, stehen damit nur auf Rang 16.
Krise vor dem Leipziger Derby: Lok und Chemie hinken ihren Ambitionen hinterher
„Wir haben bislang zu wenig Punkte geholt. Ich würde das Derby aber von unserer Ausbeute loslösen“, sagt Dynamo-Trainer Thomas Stamm im Vorfeld der Partie. „Wir müssen eine gewisse Effizienz an den Tag legen, das haben wir in den vergangenen Wochen vermissen lassen“, hat Stamm das Hauptproblem vor dem gegnerischen Tor ausgemacht. Beim zurückliegenden Spiel in Osnabrück (1:1) dominierte seine Mannschaft lange, ging verdient in Führung, kassierte aber kurz vor Schluss noch den Ausgleich. „Unsere Emotionen müssen wir kontrollieren und trotzdem so emotional spielen, dass es für Magdeburg richtig schwer wird“, fordert der 43-Jährige von seinen Akteuren gleichermaßen einen kühlen Kopf und ein heißes Herz.
Für Thomas Stamm und Dynamo Dresden läuft es in dieser Saison bislang noch nicht rund.
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Vom Dresdner Vorhaben wollen sich die Gäste derweil nicht beeindrucken lassen. Die breitere Brust bringen sie ohnehin mit, dazu die Erfahrung aus der vergangenen Saison, als man im Rudolf-Harbig-Stadion beim 2:1-Auswärtssieg den Rasen als Sieger verlassen konnte. Die beiden Torschützen von damals, Jean Hugonet und Martijn Kaars, tragen zwar mittlerweile nicht mehr das FCM-Trikot, dafür sollen andere Spieler offensiv für Tore sorgen.
Iyoha ist in Top-Form, tritt aber auf die Euphoriebremse
Herausragend hat dies zuletzt bei Emmanuel Iyoha geklappt. Der 29-Jährige, der im Sommer von Absteiger Fortuna Düsseldorf ablösefrei an die Börde gekommen war, hat im bisherigen Saisonverlauf seine Qualitäten als Torjäger entdeckt. Fünf Tore sind ihm bislang gelungen, vier davon in den letzten drei Spielen.
Den Start möchte er aber nicht überbewerten. Vor dem Spiel in Dresden tritt Iyoha ganz bewusst auf die Euphoriebremse: „Wir haben den siebten Spieltag, da gibt es jetzt noch gar nichts für. Und ich glaube, es ist auch wichtig, das einfach so zu genießen, wie es jetzt gerade ist.“
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