Automobilindustrie

Deutschlands Autojobs stürzen auf 20-Jahres-Tief: „Die Lawine fängt erst an“

Der Jobabbau bei VW und Co. ist erst der Anfang. Experte Dudenhöffer fürchtet, dass Deutschland nun auch das „Gehirn“ des Autos verliert – Entwicklung und Know-how.

6 Min
Neue Daten zeigen: Innerhalb eines Jahres hat die deutsche Autoindustrie 42.300 Jobs verloren.

Neue Daten zeigen: Innerhalb eines Jahres hat die deutsche Autoindustrie 42.300 Jobs verloren.

© Hendrik Schmidt/dpa

In der deutschen Autoindustrie arbeiten so wenige Menschen wie seit 2005 nicht mehr. Laut dem Statistischen Bundesamt sind allein innerhalb des letzten Jahres 42.300 Arbeitsplätze verschwunden, die Beschäftigtenzahl sank zum Ende des ersten Halbjahres 2026 auf 691.500. Doch der historische Tiefstand bildet einen großen Teil der angekündigten Einschnitte noch nicht ab.

„Die Lawine hat noch längst nicht ihre volle Größe, sondern fängt erst an zu rollen“, warnt Ferdinand Dudenhöffer, Gründer des Center for Automotive Research (CAR) in Bochum, auf Anfrage der Berliner Zeitung. Die nächsten Jahre würden „bitter“. Selbst wenn es gut laufe, werde die deutsche Autoindustrie bis 2030 auf nur noch rund 500.000 Beschäftigte schrumpfen – und auch danach sei kein Ende des Abbaus erkennbar.

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