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Deutsche Bahn: Familienticket wird ab November dauerhaftes Angebot

Nach dem Sommer-Test wird aus dem Pauschalpreis ein regulärer Tarif. Für 99,99 Euro fährt eine ganze Familie hin und zurück, inklusive ICE-Reservierung.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Bahn-Chefin Evelyn Palla bei einer Bundespressekonferenz zur Reform der Deutschen Bahn in Berlin

Bahn-Chefin Evelyn Palla bei einer Bundespressekonferenz zur Reform der Deutschen Bahn in Berlin

© Jürgen Heinrich/imago

Die Deutsche Bahn nimmt das zunächst nur für die Sommerferien eingeführte Familienticket dauerhaft in ihr Sortiment auf. Das kündigte Bahn-Chefin Evelyn Palla laut der Nachrichtenagentur dpa in der Bild am Sonntag an. Eine Hin- und Rückfahrt für eine Familie im Fernverkehr kostet demnach 99,99 Euro inklusive ICE-Sitzplatzreservierung.

„Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen“, sagte Palla. Nach ihren Angaben beginnt der Verkauf am 26. Oktober, gültig ist das Angebot ab 1. November zu denselben Konditionen wie im Sommer.

Zuwachs in den Sommerferien

Als Grund für die Entscheidung nannte Palla den Erfolg des Angebots. In den Sommerferien habe das Ticket für einen deutlichen Zuwachs gesorgt, berichtete AFP. „Wir haben 100.000 Familien mehr als im vergangenen Jahr an Bord unserer Züge begrüßen dürfen“, sagte die Bahn-Chefin.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte das befristete Sommerangebot zuvor als zu kurzfristig buchbar kritisiert. „Die Idee ist gut, die Ausführung mangelhaft“, hatte Verbandschef Lukas Iffländer der dts Nachrichtenagentur gesagt. Familien planten ihren Sommerurlaub typischerweise im Winter oder Frühjahr. Pro Bahn forderte zudem ein vergleichbares Angebot für Fahrten ins benachbarte Ausland.

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Keine schnelle Besserung bei Pünktlichkeit

Mit Blick auf die Pünktlichkeit dämpfte Palla die Erwartungen. Das Schienennetz sei über viele Jahre vernachlässigt worden. „Ein Großteil unserer Anlagen ist zu alt, zu störanfällig und fällt zu oft aus“, sagte sie. Besonders heiße Sommer verschärften die Probleme, weil Weichenantriebe bei Temperaturen über 35 Grad ausfielen.

Einen schnellen Sprung bei der Pünktlichkeit werde es nicht geben, betonte Palla. Die Sanierung des Schienennetzes werde mindestens zehn Jahre dauern. Spürbare Verbesserungen seien erst zu erwarten, wenn ein Großteil der Anlagen erneuert sei.

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