Die Hopfenanbaufläche in Deutschland ist zuletzt zurückgegangen, im Jahr 2026 setzt sich dieser Trend fort. Wie der Verband Deutscher Hopfenpflanzer mit Sitz im bayerischen Wolnzach am Donnerstag mitteilte, sinkt die Fläche um 5,81 Prozent oder 1101 Hektar auf voraussichtlich rund 17.860 Hektar. Bereits zwischen 2023 und 2025 seien knapp zehn Prozent der deutschen Hopfenflächen verschwunden.
Als Ursache nennt der Verband eine anhaltende Überversorgung am Weltmarkt. Seit Jahren werde weltweit weniger Bier getrunken und damit weniger Hopfen gebraucht. Die Folge seien hohe Lagerbestände und niedrige Preise. Pflanzer müssten ihre Ernte teils unter den Herstellungskosten abgeben und gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten, hieß es.
Den größten Anteil am Flächenverlust haben laut Verband die Sorten Perle, Hallertauer Tradition und Hallertauer Magnum mit zusammen knapp 915 Hektar. Zunehmend besorgt zeigen sich die Pflanzer auch über eine drohende Überversorgung bei Bitterhopfen. Befürchtet werde, dass auch Teile der Hauptsorte Herkules gerodet werden müssten. Der Wettbewerb mit amerikanischem Bitterhopfen erschwere die Lage zusätzlich.
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Auch Ostdeutsches Anbaugebiet Elbe-Saale unter Druck
Zugleich sinkt die Zahl der Betriebe: Im Vergleich zum Vorjahr hätten 62 Pflanzer den Hopfenbau ganz aufgegeben, sodass 2026 noch 904 Hopfenbaubetriebe in Deutschland verbleiben, so der Verband.
Neben der bayerischen Hallertau, dem mit Abstand größten Anbaugebiet der Welt, spielt in Deutschland auch die ostdeutsche Region Elbe-Saale eine Rolle. Sie erstreckt sich über Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Im Jahr 2025 bewirtschafteten dort nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat 30 Höfe rund 1380 Hektar und brachten etwa 2510 Tonnen Hopfen ein. Damit liegt das ostdeutsche Anbaugebiet hinter der Hallertau mit 37250 Tonnen und dem baden-württembergischen Tettnang mit rund 1530 Hektar und 2720 Tonnen Ernte.
Deutschland ist nach Verbandsangaben mit mehr als einem Drittel der globalen Produktion der weltweit größte Hopfenproduzent vor den USA und Tschechien. Rund 99 Prozent der Ernte werden laut Bundesministerium für die Bierherstellung verwendet.
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