Wie hätte ich den Samstagabend schlimmer verbringen können als in der Deutschen Oper? Meine Empfehlung wäre, Karlheinz Stockhausens „Mittwoch aus LICHT“ wirklich nur dann zu besuchen, wenn man fünf Stunden Lebenszeit unbedingt loswerden muss. Andererseits scheint es vielen Leuten gefallen zu haben.
Während mir in der letzten halben Stunde klaustrophobische Zustände und Übelkeit zusetzten und ich mich ins Hirn eines schwachsinnigen Sadisten versetzt sah, fühlten sich andere wohl, vielleicht gar erfüllt vom Geist der Liebe und Versöhnung, den Stockhausen mit seinem Werk unter die Menschen bringen wollte.
Musiktheater
Spielzeitauftakt an der Deutschen Oper mit Stockhausen, Übelkeit und Nonstop Nonsens
Mit „Mittwoch aus LICHT“ beginnt Aviel Cahn seine Intendanz an der Deutschen Oper. Unser Kritiker hat mit Superformeln, Kamelen und Helikoptern zu kämpfen.
5 Min
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„Mittwoch aus LICHT“ in der Deutschen Oper, Szene mit Laurie Young, Tarren Johnson und Ixchel Mendoza Hernandez (v.l.)
© imago/Martin Müller
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