Exklusiv

„Nicht zuständig“, „nichts schuldig“: Wie die Bundesregierung deutsche Rentner in Russland abblitzen lässt

Deutschen Rentnern in Russland werden wegen einer EU-Verordnung 200 Euro abgezogen, im Schnitt bleiben 314 Euro übrig. Auf der Regierungsbank scheint das Thema keinen zu interessieren.

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Unverändert überwiesen, um 200 Euro gekürzt angekommen: Die Bank bestätigt den Abzug, das Arbeitsministerium spricht von einer „Behauptung“. (Symbolbild)

Unverändert überwiesen, um 200 Euro gekürzt angekommen: Die Bank bestätigt den Abzug, das Arbeitsministerium spricht von einer „Behauptung“. (Symbolbild)

© Ralf Homburg/Lobeca/imago

„Insofern bin ich Ihnen gar nichts schuldig.“ Mit diesem Satz beendete Martin Giese, Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA), in der jüngsten Regierungspressekonferenz eine Frage dieser Zeitung. Er empfand sie offenkundig als lästig. Es ging um deutsche Rentner in Russland, denen seit Juni 2026 jeden Monat 200 Euro von ihrer Rente fehlen.

Strittig ist der Sachverhalt nicht mehr. Die Raiffeisen Bank International (RBI) in Wien wickelt Rentenzahlungen nach Russland als Korrespondenzbank ab. Sie hat den Abzug bestätigt und begründet ihn mit Kosten, die ihr durch EU-Verordnungen zur Geldwäschebekämpfung entstehen.

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