Nathaniel Brown hat am Mittwoch nicht am Abschlusstraining der deutschen Fußball-Nationalmannschaft teilgenommen. Der Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt absolvierte auf dem Gelände in Winston-Salem wegen leichter Adduktorenbeschwerden nur ein individuelles Programm mit einigen Laufrunden. Damit wird der 23-Jährige beim Gruppenfinale gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in East Rutherford, New Jersey, in den USA absehbar nicht zum Einsatz kommen.
Brown hatte in den beiden bisherigen Partien gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Starter überzeugt und bislang ein Tor und eine Vorlage beigesteuert. Seinen Platz dürfte der Leipziger David Raum einnehmen. In der Innenverteidigung wird wohl Antonio Rüdiger den verletzten Nico Schlotterbeck, dessen WM-Geschichte durch eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk vorzeitig endete, an der Seite von Jonathan Tah ersetzen.
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Nagelsmann will schonen: „Es wird wohl ein Mix werden“
Bundestrainer Nagelsmann hat gegen Ecuador die Möglichkeit, zu experimentieren, will aber die Balance halten: „Wir werden im Trainerteam und mit Rudi Völler diskutieren, was wir aufgrund der Belastung anpassen“, sagte Nagelsmann laut Sport-Informations-Dienst (SID). Zugleich solle die Mannschaft „aber auch für die nächsten Aufgaben im Rhythmus bleiben“. Zur Aufstellung kündigte er an: „Es wird wohl ein Mix werden“, und meint damit, dass Teile der bisher bekannten Stammelf wieder auf dem Platz stehen werden.
Sportdirektor Rudi Völler bestätigte dem SID, dass Nagelsmann „einige“ Profis schonen und „anderen eine Chance“geben werde. „Wir wollen in diesem Flow bleiben, um danach auch im Sechzehntelfinale selbstbewusst aufzutreten“, sagte Völler.
Fünf Scorer in zwei Spielen: Deniz Undav vor Startelf-Einsatz
Gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an hat Deniz Undav. Der Stürmer des VfB Stuttgart ist mit drei Toren und zwei Vorlagen bislang der erfolgreichste deutsche Spieler bei diesem Turnier und hatte in den ersten beiden Vorrundenspielen jeweils als Joker getroffen. Öffentlich diskutiert wurde daher, ob die Rolle als Einwechselspieler für Undav passt, oder er in der Startelf stehen sollte. „Wir werden beides diskutieren, auch mit Deniz“, sagte Nagelsmann. Ebenfalls Argumente für sich sammelte der Mainzer Nadiem Amiri, der nach seiner Einwechslung gegen die Elfenbeinküste den Ausgleichstreffer vorbereitet hatte.
Für die DFB-Auswahl, die bereits als Gruppensieger feststeht, geht es um den dritten Vorrundensieg. Ecuador benötigt zum Weiterkommen noch einen Punkt. „Auch aus Respekt vor anderen Nationen müssen wir das Spiel so angehen, als würde es um alles gehen“, sagte Amiri. In das Spiel geht die deutsche Mannschaft unabhängig vom Personal als klarer Favorit: Die Südamerikaner haben bislang im Turnier gegen die Elfenbeinküste verloren (0:1), ein Unentschieden gegen Fußballzwerg Curacao verbucht (0:0) und kein einziges Tor erzielt.
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