Die Gewerbesteuer ist für die Gemeinden in Deutschland die wichtigste eigene Einnahmequelle. Wie hoch sie ist, können sie maßgeblich selbst bestimmen. Eine niedrige Steuer lockt Betriebe an, eine hohe schreckt sie ab. Auf diese Weise stehen Gemeinden in Konkurrenz zueinander.
Meist ist die Steuer in Städten hoch, Umlandgemeinden dagegen versuchen, mit Kampfpreisen zu locken. Bis 2004 war es sogar erlaubt, diese Steuer überhaupt nicht zu erheben. Norderfriedrichskoog in Schleswig-Holstein war so ein Fall einer deutschen Steueroase. Heute müssen alle zumindest ein Minimum einfordern. Aber das Muster bleibt: Teure Städte, lockendes Land. (BLZ)
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