Deutschland in Zahlen

So locken deutsche Gemeinden Gewerbe an

Per Gewerbesteuer kämpfen die Gemeinden Deutschlands um sich ansiedelnde inländische und ausländische Unternehmen. Denn diese bedeuten Investitionen und Arbeitsplätze. Die Höhe des Steuersatzes legt jede Gemeinde selbst fest.

BLZ
1 Min
Seit über 100 Jahren werden am Standort Torgau federnde Werkzeuge für die Bodenbearbeitung gefertigt. Die Region prosperiert dank solch langlebiger Industrie- und Gewerbeansiedlung.

Seit über 100 Jahren werden am Standort Torgau federnde Werkzeuge für die Bodenbearbeitung gefertigt. Die Region prosperiert dank solch langlebiger Industrie- und Gewerbeansiedlung.

© imago/Rainer Weisflog Lizenz

Die Gewerbesteuer ist für die Gemeinden in Deutschland die wichtigste eigene Einnahmequelle. Wie hoch sie ist, können sie maßgeblich selbst bestimmen. Eine niedrige Steuer lockt Betriebe an, eine hohe schreckt sie ab. Auf diese Weise stehen Gemeinden in Konkurrenz zueinander.

Meist ist die Steuer in Städten hoch, Umlandgemeinden dagegen versuchen, mit Kampfpreisen zu locken. Bis 2004 war es sogar erlaubt, diese Steuer überhaupt nicht zu erheben. Norderfriedrichskoog in Schleswig-Holstein war so ein Fall einer deutschen Steueroase. Heute müssen alle zumindest ein Minimum einfordern. Aber das Muster bleibt: Teure Städte, lockendes Land. (BLZ)

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