Russland-Sanktionen

Deutschland will Visa für Russen auf ein Land begrenzen: Irland stellt sich quer

Deutschland will russische Touristenvisa künftig auf das Ausstellerland begrenzen. Irland warnt vor rechtlichen Problemen und Vertrauensbruch im Schengenraum.

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Ausschnitt eines Schengen-Visumstempels vor dem Hintergrund eines russischen Reisepasses

Ausschnitt eines Schengen-Visumstempels vor dem Hintergrund eines russischen Reisepasses

© imago-images.de

Die Bundesregierung will russische Touristenvisa noch stärker einschränken. Das Auswärtige Amt kritisiert seit Wochen die hohe Zahl solcher Visa innerhalb der EU. Nun schlägt Deutschland vor, Visa für nicht notwendige Reisen künftig auf das Land zu beschränken, das sie ausstellt. Ein französisches Visum würde dann etwa nur noch für Frankreich gelten – und nicht mehr zur Weiterreise nach Deutschland berechtigen.

Doch ausgerechnet Irland stellt sich quer. Nach einem internen Ratsdokument, das dem Brüsseler Portal Rapporteur (ehemals Euractiv) vorliegt, warnt Dublin vor rechtlichen Problemen und einem Vertrauensverlust zwischen den Schengen-Staaten. Irland hat derzeit den Vorsitz im Rat der EU und organisiert damit auch die Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten.

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