Der Anteil armer Haushalte in Deutschland ist seit 1992 von 11,9 auf 17,3 Prozent gestiegen. Das entspricht einem relativen Anstieg um 45 Prozent. Einen wichtigen Grund sieht der neue Verteilungsbericht der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in der nachlassenden Wirkung staatlicher Umverteilung: Sozialleistungen wie das damalige Arbeitslosengeld II hielten in den wirtschaftlich starken 2010er-Jahren nicht mit den mittleren Einkommen Schritt.
Für den Bericht werteten Dorothee Spannagel und Claus Schäfer vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) die neuesten Daten des Sozio-oekonomischen Panels aus. Die repräsentative Erhebung umfasst rund 23.000 Menschen in 17.000 Haushalten. Die aktuell verfügbaren Einkommensdaten beziehen sich auf das Jahr 2024.
Einkommen
Deutschlands Armutsquote steigt um 45 Prozent: Sozialleistungen halten nicht Schritt
Seit 1992 stieg der Anteil armer Haushalte von 11,9 auf 17,3 Prozent. Laut Studie blieben Sozialleistungen hinter den mittleren Einkommen zurück.
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Die Quote armer Haushalte stieg von 1992 bis 2024 mit einzelnen Schwankungen von etwa 12 auf 17 Prozent.
© IMAGO/BODE
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