DGB plant Marsch zum Alexanderplatz

Zum Frauentag wird protestiert und gefeiert

Marlies Emmerich
2 Min

Mit einer "Frauenkette für eine soziale Gesellschaft" macht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg bereits heute ab 16. 30 Uhr auf den Internationalen Frauentag aufmerksam. Offiziell wird der Frauentag seit 1910 am 8. März gefeiert.Es ist die größte Veranstaltung zum Frauentag in diesem Jahr. Daran beteiligen wollen sich auch zahlreiche Frauenprojekte. Vom Brandenburger Tor aus ist ein "Marsch" zum Alexanderplatz geplant. Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe stehen als Forderungen im Mittelpunkt. Der DGB verweist auf 235 000 erwerbslose Frauen in der Region. Er prangert vor allem an, daß Frauen zuallererst sogenannte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse eingehen müssen. Auch Frauensenatorin Christine Bergmann (SPD) hat den Internationalen Frauentag zum Anlaß genommen, um die Ungleichbehandlung von Frauen zu kritisieren. Altersarmut sei beispielsweise vor allem ein weibliches Problem. Die Senatorin wird am Sonnabend um 17 Uhr einen Empfang im Roten Rathaus geben. Dabei wird ein Film über die Weltfrauenkonferenz in Peking gezeigt.Ebenfalls am Sonnabend ist ganztägig im Rathaus Schöneberg das 3. Frauenfinanzforum. Von 11 bis 18 Uhr beschäftigen sich Frauen mit Fragen rund ums Geld.Wer lieber feiern will, muß sich meistens in den Bezirken umtun. Dort sind zahlreiche kleine Feste, zu denen Frauengruppen und -projekte einladen. Pankow, Spandau, Reinikkendorf und Mitte, aber auch andere Bezirke, laden zu Frauenwochen ein. Zur Tradition gehört mittlerweile der "Charlottenburger Frauenfrühling". Am Sonnabend ab 16 Uhr erinnert die Historikerin Reingard Jäkl im Rathaus Schöneberg an das politische Wirken von Frauen in Schöneberg. Zur gleichen Zeit treffen sich Zehlendorferinnen und Steglitzerinnen in der Schwarzschen Villa (Grunewaldstraße 35). Bettina Michaliski liest aus "Louise Schroeders Schwestern". Musikalisch sorgen die "Dashing Donnas" für Stimmung. Amnesty International lädt ab 19 Uhr in das Haus der Kulturen der Welt ein. Dort berichtet die türkische Menschenrechtlerin Eren Keskin über Folter an Mädchen und Frauen in der Türkei. "Sag mir, wo die Männer sind?" fragt die Journalistin Gudrun Likasz-Aden am gleichen Abend um 20 Uhr in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg. +++

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