Die Firma Aubis hatte Mitte der neunziger Jahre von der BerlinHyp einen Großkredit erhalten - umgerechnet rund 350 Millionen Euro. Aubis sanierte nach der Wende Plattenbauten in den neuen Bundesländern. Der Kredit war für ein solches Projekt vorgesehen.Klaus Landowsky, damals CDU-Fraktionschef, war zu dieser Zeit auch Vorstandschef der BerlinHyp. Er soll von den Aubis-Managern 1995 eine Parteispende in Höhe von 40 000 Mark entgegen genommen haben. Das Geld wurde nie verbucht. Landowsky bestritt einen Zusammenhang zwischen Kredit und Spende. Die Parteispende war Auslöser des Berliner Bankenskandals. Dieser wiederum führte im Jahr 2001 zum Bruch der großen Koalition. Im Februar 2001 musste Landowsky zurücktreten. Einen Monat später durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume der BerlinHyp. Im Februar 2002 wurden die beiden Aubis-Manager Klaus Wienhold und Christian Neuling festgenommen. Noch am Abend kamen sie wieder frei, weil ein Richter keinen Haftgrund sah. Auf die Beschwerde der Staatsanwaltschaft hin erließ dann das Landgericht einen Haftbefehl. Gegen Zahlung einer Kaution kamen sie frei. In dem Haftbefehl ging es um einen vermeintlichen Betrug an Mietern in Leipzig bei Abrechnungen von Heizungs- und Heißwasserkosten. Der Prozess dazu soll vor dem Landgericht stattfinden. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft richtete 2001 eine Sonderermittlungsgruppe ein. Dort beschäftigen sich elf Staatsanwälte und sieben Wirtschaftsreferenten mit dem Bankenskandal. Es gibt rund 70 Verfahren gegen Verantwortliche der Bankenaffäre, darunter gegen die ehemaligen Chefs der Bankgesellschaft Berlin und der BerlinHyp, Wolfgang Rupf und Klaus Landowsky.Bei allen Ermittlungen geht es um mutmaßliche Untreue bei der Kreditvergabe und um die Auflage geschlossener Immobilienfonds. Wann und gegen wen Anklage erhoben wird, ist unklar.
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