Das ist, was man wirklich ein echtes Kleinod nennen kann: Der Berliner Verlag Seltmann hat mit „Karten der Moderne“ eine Postkartensammlung mit Architektur-Postkarten der DDR herausgebracht – 100 originale DDR-Postkarten zeigen die stilbildende und oft zeitlose Architektur der Ostmoderne – zwischen Stadtzentren von Berlin bis Baabe, von Karl-Marx-Stadt bis Rostock.
Postkarten der Moderne – Stausee Gaststätte Hohenfelden 1974
© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung
Der 1982 in Gera geborene Autor Louis Volkmann hat sich dieser Epoche der Architektur mit großer Hingabe gewidmet und die Karten zusammengetragen, die ikonische Bauwerke von so unterschiedlichen Architekten wie Ulrich Müther, Hermann Henselmann und Herbert Müller abbilden, aber natürlich auch Orte wie den Palast der Republik, den Berliner Fernsehturm oder das Haus des Lehrers.
Viele dieser Orte existieren nicht mehr, doch Volkmann hat mit seinen Postkarten eine Art visuelles Archiv geschaffen, das nur einen Bruchteil dessen darstellt, was der in Berlin lebende Autor auf Instagram präsentiert, mit weit mehr als 1000 Beiträgen und rund 15.000 Followern (@karten.der.moderne).
Wer das kleine Buch im Postkartenformat kauft, der wirft einen Blick auf die „Ansichtskarten-DDR, die wie die Skizze einer Utopie wirkt, in die sich hier und da jemand hineintastet … Viele der Fotografierten scheinen die neu gestalteten Räume so zu entdecken, wie wir es retrospektiv tun, wenn wir die Karten heute betrachten.“
Karten der Moderne, 100 Ansichtskarten aus der DDR, 30 Euro. seltmannpublishers.com
© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung
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