Stadtgeschichte

Die ersten Berliner: Wer sie waren, woher sie kamen – die neuesten Erkenntnisse

Sie waren jung, nicht miteinander verwandt und sprachen nicht Berlinisch: Was wissenschaftliche Analysen von Gräbern und Hölzern über die Stadtgründung erzählen.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
9 Min
Ausgrabungen an der Petrikirche, rechts die Fundamente. Hier fanden sich Hunderte Gräber aus der Gründungszeit von Cölln und Berlin.

Ausgrabungen an der Petrikirche, rechts die Fundamente. Hier fanden sich Hunderte Gräber aus der Gründungszeit von Cölln und Berlin.

© Claudia M. Melisch

Keine Gründerfigur, kein Gründungsakt, keine Gründungsurkunde – kein Urknall: Das Entstehen Berlins lässt sich nicht in eindeutigen Zahlen, Namen oder Vorgängen fassen.

Irgendwann kam die Gründerlegende von Johann I. und Otto III., in die Welt; doch die Askanier-Markgrafen mögen zwar den beiden Siedlungen Berlin und Cölln durch Wohlwollen und Privilegien Schwung verliehen haben, aber die Gründer waren sie nicht. Diese Legende ist eher Teil monarchischer Herrschergeschichtsschreibung im 19. Jahrhundert, auf dem Höhepunkt der Hohenzollernmacht.

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