UPDATE

Kommentar

Die Frau im deutschen Fernsehen: Neurotisches Heimchen oder hysterische Mörderin

Wer sich einmal notgedrungen durch die Vorabendserien des ZDF quälen musste, der weiß: Die Macher sind misogyn und ihr Frauenbild stammt aus den 50ern. Ein Kommentar.

5 Min
Frauenfiguren rahmen im ZDF immer nur Männer ein, wie hier bei den endlos ermittelnden „Rosenheim-Cops“: Karin Thaler, Alexander Duda, Marisa Burger (v.l.)

Frauenfiguren rahmen im ZDF immer nur Männer ein, wie hier bei den endlos ermittelnden „Rosenheim-Cops“: Karin Thaler, Alexander Duda, Marisa Burger (v.l.)

© imago

Neulich war ich krank. Zu gesund fürs Bett, zu malade fürs Büro. Also arbeitete ich im Homeoffice mit laufender Nase und Husten vor mich hin, um am frühen Abend dann endlich auf dem Sofa zu versacken. An solchen Tagen schaue ich meistens die „heute“-Nachrichten um 19 Uhr, also die im ZDF.

Da der Rechner ja schon läuft, bekommt man auch davor und danach etwas vom öffentlich-rechtlichen Feierabendprogramm mit. Es kommen Serien wie die „Rosenheim-Cops“, „SOKO Köln, Hamburg, Wien“ und sedierende Krankenhaus-Schmonzetten wie „Bettys Diagnose“, die Geschichte um eine patent-heitere Krankenschwester, die so gar nichts umhauen kann, außer natürlich ein fescher Oberarzt.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*