Die deutsche Nation ist mental noch immer geteilt. Die Karte der Bundestagswahl im Februar 2025 zeigte es: Die AfD gewann 46 Direktmandate – sämtlich in den neuen Bundesländern. In Thüringen erreichte sie 38,6 Prozent, bundesweit verdoppelte sie sich auf 20,8. Die Spaltung ist nicht nur geographisch, sondern eine Erfahrungsspaltung. Wie sie sich im Denken spiegelt, lässt sich an vier Zeugen vermessen – zwei aus dem Osten, zwei aus dem Westen, mit gegenläufigen Befunden: im Osten Jana Hensel und Monika Maron, im Westen Peter Sloterdijk und Ulf Poschardt. Die einen verweigern dem AfD-Wähler die Anerkennung, die anderen ringen um sie. Ein Fünfter, der Journalist Harald Martenstein, spricht am Ende aus, was die übrigen umkreisen.
Gastbeitrag
Die Intellektuellen und die AfD: Fünf Zeugen einer geteilten Nation
Jana Hensel, Monika Maron, Peter Sloterdijk, Ulf Poschardt und Harald Martenstein stehen für zwei gegensätzliche Deutungen des AfD-Erfolgs. Und der anhaltenden mentalen Teilung Deutschlands.
Frank-Christian Hansel
11 Min
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Parteichefin Alice Weidel.
© Daniel Vogl
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