Ende Februar 2022, Belarus. Ehrenamtliche des sächsischen Tschernobylvereins aus Ottendorf-Okrilla sind im Land, ein Arbeitsbesuch, geplant seit Wochen. Dann marschieren russische Truppen von belarussischem Boden aus in die Ukraine ein. Die Frauen und Männer, die Kindern helfen wollen, stehen unverhofft im Mittelpunkt des Weltgeschehens. 14 Stunden warten sie an der Grenze zu Polen, die Kommunikation wird abgeschaltet, Handys bleiben stumm. Als sie wieder in der EU sind, ist klar: Die Welt, in der ihre Hilfe funktionierte, gibt es nicht mehr.
Ehrenamt
Die Kinder von Tschernobyl: So endet eine der größten Bürgerbewegungen nach der Wende
Fast 20 sächsische Vereine holten über Jahrzehnte Kinder aus verstrahlten Gebieten in Belarus nach Deutschland – mit messbarem Erfolg. Heute sind zwei Vereine übrig.
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Über 300 Kinder aus Tschernobyl trafen am 28. Dezember 1992 mit der Aeroflot-Maschine SU 1403 aus Minsk in Dresden ein.
© Matthias Hiekel/dpa
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